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Es passt nicht zusammen

Wie Sie auch, lese ich in diesen Tagen die Hiobsbotschaften, die uns aus allen Medien entgegen springen. Da werden Rezessionen und lange Konjunkturkrisen erwartet. Laut ifo-Institut soll der Rückgang der deutschen Wirtschaft im Jahr 2009 bei -2,2 % liegen. Selbst Norbert Walter von der Deutschen Bank AG hat sogar eine Zahl von -4 % ins Spiel gebracht. Und auch die Schweiz steht angeblich vor einer Rezession.

Für China werden ebenfalls schwere Zeiten erwartet und selbst die asiatische Entwicklungsbank wird zunehmend skeptischer. Wurde bisher ein Wachstum ihrer Länder von +7,2 % prognostiziert, wird jetzt „nur noch“ ein Wachstum von +5,8 % erwartet. Und das Bruttoinlandsprodukt Chinas soll „lediglich“ mit +7,5 % wachsen.

Gleichzeitig lese ich, dass das Steueraufkommen trotz Rezession steigt. Der Fiskus nimmt im November +6,1 % mehr Steuern ein. Und auch die Arbeitslosenquote sank im November weiter auf ca. 2,99 Millionen.

Ferner nehme ich zur Kenntnis, dass weltweit gigantische Konjunkturprogramme verabschiedet werden. Und heute kann man dem Wallstreet Journal entnehmen, dass die amerikanische Notenbank mit 2,26 Billionen Dollar (im September waren es noch 0,9 Bio. Dollar) soviel Aktiva wie nie zuvor in der Bilanz stehen haben. Was gleichzeitig heißt, dass massiv Liquidität in den Wirtschaftskreislauf gepumpt wird. Zudem hat sich der Rohölpreis gegenüber noch vor einem halben Jahr gedrittelt. Und auch die anderen Rohstoffpreise sind massiv eingebrochen.

Und während alle Welt von einer Kreditklemme redet und diese sicherlich auch vorhanden ist und weiter wächst, können sich die wegen der Konjunktur- und Hilfsprogramme massiv verschuldenden Staaten vor Anlegergeld kaum retten. Wobei die Anleger so verrückt sind, dass sie bald bereit sein werden, für die vermeintliche Sicherheit von Staatsanleihen einen negativen Zinssatz hinzunehmen. Schon heute zahlt der amerikanische Staat null Prozent für die Finanzierung seiner exorbitant wachsenden Staatschulden. Kein Wunder, dass die Staaten dieser Welt den Markt mit Staatsanleihen fluten.

Ich kann mir nicht helfen. Aber irgendwie passt das alles nicht zusammen. Die Märkte spielen derzeit in einer Art und Weise verrückt, dass man glauben könnte, dass der globale Wahnsinn ausgebrochen sei bzw. die Rinderseuche BSE sich am Ende doch noch mit erheblich zeitlicher Verzögerung durchgesetzt hat.

Und offensichtlich geben diese Vorgänge Außenseitern wie Benoit Mandelbrot recht, die schon lange darauf hinweisen, dass die Finanzmärkte und die Finanzmarkttheorie auf dem Holzweg ist, wenn sie glaubt die Gaußsche Normalverteilung ihrem Weltbild zugrunde legen zu können. Offensichtlich hat die Außenseitertheorie der Rauheit, die er der Natur entnommen hat, auch für die Finanzmärkte ihre Rechtfertigung.

Aber alle rückwärtsgewandten Erklärungsversuche helfen uns nach vorne nicht so recht weiter. Wie soll man in Zeiten wie diesen als Anleger handeln? Das ist derzeit die Gretchenfrage.

Copyright © 2009 EURUSD fällt auf 0.95 und steigt anschließend auf 1.30. Die europäischen Bankbilanzen stehen aufgrund der Stagnation der osteuropäischen Märkte und den wirtschaftlichen Spannungen im EU-Raum unter hohem CD druck. Das chinesische BIP fällt auf ein Nullwachstum zurück. Die exportorientierten Sektoren der chinesischen Wirtschaft sind stark vom freien Fall des Welthandels und vor allem von den USA betroffen. “Pre-Ins First Out”. Mehrere, zurzeit vollständig oder teilweise an den Euro gekoppelte osteuropäische Währungen geraten 2009 aufgrund von Kapitalabflüssen unter wachsenden CD Bedrucken. de home strony